Risiken und Komplikationen bei der Brustvergrößerung

Wie bei jedem operativem Eingriff kann es auch bei einer Brustvergrößerung zu Komplikationen kommen.

Blutungen, Infektionen, Narben

Generell kann es zu verstärkten Blutungen unter der Operation kommen, aber auch Nachblutungen sind möglich.
Die operierten Brüste können sind infizieren, sodass im schlimmsten Fall ein Implantatwechsel nötig werden kann, sollte die Infektion medikamentös nicht behandelbar sein. Durch die Brustvergrößerung entstehen in jedem Fall Narben, die normalerweise aber unauffällig und nicht störend sind. In seltenen Fällen kann es aber sein, dass die Narben stärker hervortreten und eventuell eine Korrektur nötig wird.

Asymmetrie der Brüste

Auch wenn sich unsere Chirurgen um perfekte Ergebnisse bemühen, kann es vorkommen, dass die Implantate nach der Operation ihre Lage verändern.
Diese Komplikation tritt vermehrt bei tröpfchenförmigen Implantaten zur Brustvergrößerung auf, wird allerdings durch Verwendung von Implantaten mit texturierter Oberfläche verringert. Auch das natürliche Erschlaffen der Brust kann trotz Implantat zu Asymmetrien führen.

Gefühlsveränderungen

Durch die Operation können Nerven beschädigt werden, was dazu führen kann, dass das Gefühl an den Brustwarzen verändert oder herabgesetzt ist. Normalweise kehrt das Gefühl innerhalb der ersten Monate nach der Brustvergrößerung wieder zurück. In Einzelfällen bleibt die Gefühlsstörung allerdings dauerhaft bestehen.

Implantatriss/-ruptur

Eine Implantatriss oder –ruptur ist nur sehr selten, kann aber dennoch zum Beispiel durch einen Unfall oder starke Belastung auf das Implantat auftreten. Auch ist es potentiell möglich, dass das Implantat durch Verschleiß nach etwa 10-15 Jahren einreißt.
In beiden Fällen kann es zu Formveränderungen der Brust oder Schmerzen kommen. Da in unserer Kliniken vernetzte Silikonimplantate verwendet werden, tritt das Gel des Implantates auch bei einem Einriss nicht aus. Dennoch kann es sein, dass der Körper mit Vernarbungen reagiert, sodass ein Auswechseln des beschädigten Implantates sinnvoll sein kann.

Kapselfibrose

Eine von vielen Patientinnen gefürchtete Komplikation stellt die Kapselfibrose dar. Sie kann entstehen, wenn sich um das Implantat eine Kapsel aus Bindegewebe bildet. Dies ist Folge davon, dass der eigene Körper das Implantat als Fremdkörper ansieht und es durch das sich bildende Bindegewebe vom restlichen Körper abzukapseln versucht. Dies ist eine ganz natürliche Reaktion des Körpers auf einen Fremdkörper, kann im Falle der Brustvergrößerung aber zur Kapselfibrose führen, wenn sich diese Bindegewebskapsel verhärtet. Im schlimmsten Falle kommen zur unschönen Formveränderung der Brust starke Schmerzen hinzu, sodass das Implantat in einer erneuten Operation gewechselt werden muss. Diese Komplikation nach Brustvergrößerung tritt bei etwa 0,3-5% der Patienten auf.

Rippling

Ein weiteres Risiko der Brustvergrößerung, welches das optische Ergebnis beeinträchtigt, ist das so genannte Rippling. Dies sind Hautunebenheiten und eine Art Wellenbildung, die vor allem beim Vorbeugen des Oberkörpers auftritt.
Rippling wird dadurch erklärt, dass sich das Implantat fältelt, wenn es entweder nicht optimal in die Gewebshöhle passt oder etwas absinkt und dabei an der Haut zieht. Verstärkt tritt dies auf, wenn das Implantat zu groß für die bestehende Brustdrüse gewählt ist. Häufiger ist es auch bei einer Lage zwischen Brustdrüse und Brustmuskel. Vermieden wird diese Komplikation durch die passende Wahl der Implantatgröße in Abhängigkeit von Ihrer individuellen Anatomie und einem exakten operativem Vorgehen.

Schädlichkeit von Implantaten

Viele Patientinnen haben Bedenken, dass die zur Brustvergrößerung verwendeten Implantate schädlich für den Körper sein können.
Bisher konnte allerdings keine wissenschaftliche Studie eine schädliche Auswirkung auf den Körper feststellen.
Weder die Hüll- noch die Inhaltsstoffe eines Implantats, wie Silikon oder Polyurethan, sind krebserregend. Auch die Entstehung autoimmunologischer oder rheumatischer Erkrankungen konnte nicht in Zusammenhang mit dem Einsatz von Implantaten zur Brustvergrößerung gebracht werden. Ferner besteht auch keine Gefahr für Säuglinge, die von ihren Müttern mit Silikonimplantaten gestillt werden.

Stillfähigkeit

Das Stillen selbst wird durch die Brustvergrößerung normalerweise nicht beeinträchtigt, da äußerst gewebeschonend operiert wird.
Allerdings kann das optische Ergebnis durch eine Schwangerschaft negativ beeinflusst werden, da sich die Brüste unter der Schwangerschaft stark verändert. Eventuell kann eine Korrekturoperation gewünscht werden.

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