Botox gegen Falten

Mit Botox sollen mimische Muskeln insofern geschwächt werden, dass eine Faltenbildung reduziert wird und bestehende Falten zurückgehen. Botox wird aus diesem Grund bei so genannten „dynamischen Falten“ angewendet, bietet sich aber nicht zum Auffüllen von tieferen Falten an.

Botox wird außerdem bei spezifischen Indikationen angewendet. Zu nennen sind dabei unter anderem die Behandlung des vermehrten Schwitzens (Hyperhidrose ) und die Positionsverbesserung der Augenbrauen. In anderen Fachbereichen, wie der Neurologie oder Augenheilkunde, wird Botox zur Behandlung von Krankheitsbildern wie Spastiken oder dem Schielen angewendet.

Wirkprinzip von Botox

Botox ist die Kurzform von Botulinumtoxin. Dieses ist ein sogenanntes Neurotoxin, welches die Signalübertragung vom Nerven auf den Muskel blockiert. Der behandelte Muskel kann sich in Folge dessen nicht mehr anspannen und konsekutiv keine Falten mehr bilden. Andere Nervenfunktionen, wie Fühlen, Temperaturempfindung oder Schmerz, werden dadurch nicht beeinflusst.

Die Wirkung des Nervengiftes baut sich langsam auf und erreicht nach etwa 10 Tagen ihre volle Stärke. Sie hält etwa 3 Monate an, bis der Nerv neue Nervenendigungen gebildet hat. Wird Botox regelmäßig angewendet, nimmt die Masse des behandelten Muskels ab.

Dies führt dazu, dass die Abstände zwischen den Behandlungen größer werden können und dennoch die gleiche Wirkung erzielt wird. Die in der plastisch-ästhetischen Chirurgie verwendete Dosis des Botulinum-Toxin ist 1000fach kleiner als die tödliche Dosis. Es geht also keine Gefahr von der Behandlung mit Botox aus. 

Anwendungsbereiche von Botox

Typische Anwendungsbereiche im Gesicht sind die Behandlung von Stirnfalten, der Naso-Labialfalten, der Zornesfalte zwischen den Augenbrauen und Krähenfüßen( auch Lachfalten genannt) am seitlichen Augenwinkel. Unter Umständen können auch feine Linien an Ober- und Unterlippe behandelt werden. Auch unschöne Strangbildungen am Hals, die durch den so genannten Platysmamuskel hervorgerufen werden, behandeln wir in unseren Kliniken erfolgreich mit Botox.

Schließlich können auch die Augenbrauen durch gezielte Behandlung an der Stirn angehoben werden. In Fällen von vermehrtem Schwitzen( Hyperhidrose) an Hand-und Fußsohlen sowie in den Achseln bietet sich die Behandlung mit Botox an, wenn eine chirurgische Behandlung nicht indiziert oder gewünscht ist. 

Ablauf der Behandlung

Die Injektion von Botox benötigt keine Betäubung. Bei Bedarf kann die Haut mit Eis leicht unterkühlt werden, damit der Einstich weniger verspürt wird. Die Haut wird desinfiziert und das stark verdünnte Botox in kleinen Mengen mit einer sehr feinen Nadel punktförmig in den zu behandelnden Muskel eingebracht. Dies dauert nur wenige Minuten, abhängig von der Größe des Behandlungsgebietes.

Die Behandlung erfolgt ambulant und muss regelmäßig wiederholt werden, da die Wirkung nach 3 Monaten nachlässt. Die Zeiträume zwischen den folgenden Behandlungen werden mit der Zeit länger (6-8Monate), da die Muskelmasse beim inaktiven Muskel abnimmt.

Bei manchen Partien sollte nach 1-2 Jahren ein Auslassversuch unternommen werden. Es besteht die Möglichkeit, dass der Körper in Laufe der Zeit verlernt bestimmte Bewegungen zu machen, die Falten hervorrufen könnten, sodass keine weitere Behandlung mehr nötig ist.

Kontraindikationen

Kontraindikationen für die Behandlung sind Schwangerschaft und Stillzeit, sowie Erkrankungen des Nervensystems (z.b. Myastenia gravis) oder Allergien gegen Inhaltsstoffe des Präparats.

Sollte der zu behandelnde Bereich entzündet sein, wird keine Botox-Injektion durchgeführt.

Sie sollten Ihren behandelnden Arzt auch immer darüber unterrichten, welche Medikamente Sie einnehmen, da einige eine Kontraindikation für die Behandlung mit Botox darstellen.

Fakten zu(r) Botox Behandlung OP-Dauer:

15-60 Minuten

Narkose:

Keine Narkose

Klinikaufenthalt:

kein Aufenthalt

Nachbehandlung:

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